Möchte ein Benutzer sauber seine Daten von einer Festplatte löschen, so ist DBAN die erste Wahl. DBAN gibt es in Version 1.07 und 2.2.6. Je nachdem, um welchen Rechner es sich handelt, funktioniert die eine Version besser, als die andere oder umgekehrt. Hier gilt: Ausprobieren. DBAN ist eine Linux Live CD die nichts anderes startet, als ein kleines Programm, was Festplatten sauber löscht. Da existieren einige Verfahren, die teils sehr nützlich sind, sollte es sich um sehr besondere Daten handeln. Im normalen Falle reicht der Quick Erase. Hierbei werden alle Daten mit Nullen überschrieben. Das reicht für 99,5% aller Fälle vollkommen aus. Die restlichen Kandidaten, sollten ihre Festplatte dann doch lieber in einen Ofen einschmelzen.

DBAN steht für Darik’s Boot and Nuke. Auch Computerschädlinge, wie Viren, Trojaner und Rootkits lassen sich damit sauber entfernen. Es wird wirklich alles gelöscht. Auch die Bereiche, die bei einer Formatierung oder Neuinstallation noch übrig bleiben. Bei einem Befall ist damit DBAN auch eine gute Option.

Natürlich geht das auch anders, etwas komplexer. Man starte die GRML Live CD und verwende dd, um mit dem virtuellen Device zero die Platte zu nullen. Der Befehl würde beispielsweise so aussehen.

dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=512

Damit wird das erste SCSI Gerät mit Nullen überschrieben. Natürlich sollte der Benutzer vorher wissen, welches Gerät er löschen möchte. Es ist schade, wenn doch wichtige Daten durch einen Tippfehler vernichtet werden. Alle Aktionen lassen sich unter keinem Umstand mehr Rückgängig machen. Daher sind ausreichende Linuxkenntnisse an dieser Stelle wichtig. Was weg ist, ist damit wirklich weg. Auch für Labore oder Experten.

DBAN funktioniert bei sehr vielen Rechnern. Wenn das System zu neu ist, tauchen eingebaute Festplatten manachmal nicht auf, weil der Treiber im kernel fehlt. Da hilft dann nur ein Update oder die Handarbeit mit GRML.

Hier gibts GRML zum Herunterladen
Hier gibts DBAN zum Herunterladen

Written on December 1st, 2011 , GRML-Box, Technik Tags: , , , , , , , , , ,

Hat der Benutzer seine Netzwerkbrücke geschaltet, so können die Daten, die über die Bridge fließen mitgeschrieben werden. Dazu ist das Programm tshark hervorragend geeignet. Das Paket heißt genauso, nämlich tshark, welches ggf. nachinstalliert werden muss. Installieren des Paketes einfach mit apt-get.

# apt-get install tshark

Nun sollte tshark bereit stehen. Das Programm hat viele Fähigkeiten, ein Blick in die Manpage lohnt sich. Gut, nun zu dem Aufzeichnen der Netzwerkdaten. Wurde die Bridge so aufgebaut, wie es im letzten Artikel beschrieben wurde, so lautet die Brücke br0.

# tshark -q -n -b filesize:25000 -w /meinpfad/bezeichner.pcap -i br0 &

So, Enter gedrückt und los gehts. tshark unter root zu betreiben ist gefährlich. Wie jede andere Software hat tshark hier und da möglicherweise einen Fehler. So ist es einem Angreifer möglich, der weiß, dass mit tshark aufgezeichnet wird, Code in diesen Prozess zu injizieren. Da dieser nun mal in unserem Beispiel mit root läuft, hat derjenige dann vollen Zugriff auf das gesamte System. Also: Konfiguriere einen User und definiere vorher korrekt alle Rechte und starte tshark mit so wenig Rechten, wie nötig.

Was wurde oben mit den ganzen Parametern alles mitgereicht? -q definiert den Quiet-Mode. Tshark werkelt, aber redet nicht sonderlich viel mit dem Benutzer. Das Parameter -n deaktiviert die Namensauflösung via DNS. Die Hostnamen erscheinen nun als IP Adressen. Wir wollen hören und mitschneiden, später kann geschaut werden, welcher Hostname zu welcher IP gehört. Mit dem Parameter -b filesize:xxxxx wird angegeben, wie groß die Datei werden darf, bis tshark eine neue anlegt. Sehr nützlich, da viele Analysetools nicht umbedingt Gigabytes einlesen mag. Der Wert wird in KB angegeben. 25 MB also 25000 ist ein schöner Wert. -w gibt den Zielpfad der Dateien an. Der Bezeichner wird als Präfix später genutzt. -i gibt das Interface an, hier wählen wir die Bridge br0.

Viel Spaß! :-)

Eine Ethernet-Bridge ist mit GRML schnell erzeugt. Der Benutzer konfiguriert dazu die Ethernet Schnellstellen und anschließend die Bridge. Danach werden die Interfaces der Bridge zugeordnet. Das wars auch schon. :-)

# ifconfig eth0 -arp promisc 0.0.0.0 up
# ifconfig eth1 -arp promisc 0.0.0.0 up
# brctl addbr br0
# brctl addif br0 eth0
# brctl addif br0 eth1
# ifconfig br0 -arp promisc 0.0.0.0 up

Das Programm “brctl” steckt im Paket bridge-utils. Das muss ggf. nachinstalliert werden. Das ifconfig-Parameter “-arp promisc” schaltet die IP-Adressauflösung per ARP Protokoll ab. Damit werden die Ethernet-Schnittstellen dazu ermächtigt Datenpakete anzunehmen, die nicht direkt für die MAC Adresse der Karte adressiert worden sind.

Als Quelle für das Sniffing-Tool, welches dann geschaltet wird, dient dann das Bridge-Device br0. Eine Firewall sollte man zur Untersuchung des Datenverkehrs erstmal auf dem Interface abschalten.

GRML verwendet den dhclient, um sich via DHCP eine IP Adresse zu ziehen. In der “GRML-Box” ist dies standardmäßig aktiviert. Dieser Dienst sollte vorher mit kill bzw. killall abgeschossen werden, damit es nicht zu Verbindungsabrissen kommt.

Um die GRML Box per SSH bedienen zu können, kann ein weiteres Ethernet Interface angesteckt werden. Das kann mit ifconfig entsprechend manuell konfiguriert werden.

Im ersten Test scheint die “GRML-Box” 100 Mbit problemlos verarbeiten zu können, ohne dabei überlastet zu erscheinen.

Erstanden wurde ein kleiner Thin Client von Neoware. Es handelt sich um das Modell CA22. Der stromsparende kleine Neoware CA22 Thin Client ist ab Werk mit einem NeoLinux 3.x ausgestattet. Der kleine Rechner ist nur 29,5 cm breit und 5cm hoch. Im Prinzip ist das Gerät ein kleiner Nettop-PC, der ideal für kleine Büros, Wohnzimmermusikclients, Hack-Boxen und allerlei Kleinigkeiten ist, wie ein TelefonieServer geeignet ist. Der Neoware CA22 Thin Client ist mit einer Netzwerkkarte ausgestattet und kann über PXE booten. Auf diese Weise ist es möglich eine schöne Schulungsumgebung, beispielsweise unter Linux, fernzustarten, die schnell für die Lernenden verfügbar gemacht werden kann.

Hersteller: Neoware
Modellnr: CA22
Farbe: grau mit Logo als Aufschrift
Abmessungen (Breite x Tiefe x Höhe): 29,5 cm x 24 cm x 5,5 cm
Gewicht: ca. 2,8 kg
Prozessor: VIA C7 1GHz
Flashspeicher: 128 MB Flash (Maximal 512MB)
Arbeitsspeicher: 256 MB DDR2 SDRAM DIMM 200pin / 1 GB (maximal)
Grafik: Matrox EpicA TC2 mit 64MB RAM
Sound: AC´97 Audio Controller – intern
Netzwerk: 10/100MBit – intern

Schittstellen des Gerätes:
4 x USB 2.0 – USB Typ A, 4-polig (2x vorne, 2x hinten)
2 x Serielport – RS-232 – D-Sub als DB-9, 9-poliger COM Anschluss
1 x Parallelport – IEEE 1284 (EPP/ECP) – D-Sub als DB-25, LPT-Port
1 x Tastatur als PS2 – Mini-DIN, 6-polig
1 x Maus als PS2 – Mini-DIN, 6-polig
1 x Display-Videoport – VGA – HD D-Sub als HD-15
1 x Display-Videoport – DVI-D
1 x Audio – line-Out als Mini-Phone Stereo 3.5 mm Klinke
1 x Mikrofon – Eingang als Mini-Phone Stereo 3.5 mm Klinke
1 x Netzwerk – Ethernet 10Base-T/100Base-TX – RJ-45

Erweiterungen:
1 x Prozessor – Sockel 370
1 x Speicher – S0-DIMM 200-PIN

Netzteil: extern – 230V – 50-60 Hz
Verbrauch: ca. 50 W

Software: NeoLinux 3.x vorinstalliert

Soweit so gut. Die Box kann perfekt mit Backtrack und GRML betrieben werden. Wie es weiter geht kommt im nächsten Eintrag. :-)

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