Standardmäßig ist bei der Cisco ASA einlaufender ICMP Verkehr verboten. Ausgehender ICMP Verkehr ist wiederum erlaubt, allerdings wird das rücklaufende Packet, der PONG geschluckt. Wie erlaubt der Admin nun ICMP Verkehr, so dass alle Clienets, die an der ASA angeschlossen sind, frei pingen dürfen? Man legt eine Access-List an, die entsprechend den ICMP Verkehr zulässt, den man haben möchte. Diese Access-List muss an das Interface zum Internet, meist outside genannt angeknüpft werden, damit sie dort wirkt. Damit wird der einlaufende ICMP Verkahr erlaubt. Unten stehen die Befehle für die IOS Konsole.

asa# access-list 101 permit icmp any any echo-reply
asa# access-list 101 permit icmp any any source-quench
asa# access-list 101 permit icmp any any unreachable
asa# access-list 101 permit icmp any any time-exceeded
asa# access-group 101 in interface outside

Hat der Admin das outside Interface anders benannt, muss hier statt outside der richtige Bezeichner verwendet werden. In dem Beispiel oben, wird mehr als nur der Ping erlaubt. Wozu die einzelnen ICMP Typen gut sind, verrät das entsprechende RFC792.

Written on January 5th, 2012 , Interessantes, Technik Tags: , , , , , , , ,

Möchte ein Benutzer auf seinem Webserver oder Heimcomputer einen verschlüsselten Container mit sensiblen Daten erzeugen, so muss zuerst einmal die Datei her, wo diese Daten abgelegt werden sollen. In dem Beipsiel wird eine 2GB große Datei erzeugt. Zuerst wird mit dd eine Datei geschrieben, die mithilfe von urandom viel Schrott beinhaltet. Auf diese Weise kann nicht gesagt werden, wieviele verschlüsselte Daten sich in dieser Datei befinden. Anschließend wird mit mkdir das Zielverzeichnis erzeugt, wohin das Crypto-Device gemounted werden soll.

sample:/# dd if=/dev/urandom of=/home/username/myfile bs=4096 count=524288
sample:/# mkdir /home/username/myfiles
sample:/# ls -l
total 2099208
-rw-r--r-- 1 root root 2147483648 Dec 10 01:16 myfile
drwxr-xr-x 3 root root 4096 Dec 10 02:35 myfiles

Nun muss ein Loop-Device erzeugt werden. losetup erlegt das für uns. So wird sozusagen aus einer Datei ein virtuelles Blockdevice erzeugt. Auf diesem Blockdevice kann wiederum so zugegriffen werden, wie der Benutzer es von Festplatten gewohnt ist.

sample:/# losetup /dev/loop0 /home/username/myfile

Nun existiert ein Blockdevice /dev/loop0. Dieses wird nun mithilfe von cryptsetup initialisiert. Die Parameter finden sich in der man-page wieder. Ab Linuxkernel 2.6.10 kann ein alternatives IV Schema zur Verhinderung einer “Watermark Attack Weakness” verwendet werden. Hierzu kann aes-cbc-essiv:sha256 verwendet werden.

sample:/# cryptsetup -y -c aes -s 256 -h sha256 create mycrypt /dev/loop0

Nun existiert ein neues Blockdevice unter /dev/mapper/mycrypt. Dies ist wiederum ein virtuelles Gerät, welches durch die Verschlüsselungsroutinen mit dem angegebenen Kennwort so geleitet wird, dass schlußendlich der verschlüsselte Datenstrom auf das Loop-Device /dev/loop0 gelangt, was wiederum dann in der Datei selbst landet. Das wars schon. Nun das Gerät mit einem Dateisystem ausstatten.

sample:/# mkfs.ext3 /dev/mapper/mycrypt

Jetzt kann das Laufwerk gemountet werden. Hierzu einfach das verwendete Dateisystem eingeben und das Laufwerk zum angegeben Verzeichnispunkt mounten.

sample:/# mount -t ext3 /dev/mapper/mycrypt /home/username/myfiles
sample:/# df -h
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1 15G 7.4G 6.7G 53% /
tmpfs 100M 0 100M 0% /lib/init/rw
udev 10M 16K 10M 1% /dev
/dev/mapper/mycrypt 2.0G 68M 1.9G 4% /home/username/myfiles

Soweit so gut. Nun gibt es ein neues verschlüsseltes Laufwerk im System, auf das der Benutzer nach herzenslust sensible Daten schreiben kann. Die Passphrase sollte entsprechend lang sein und zusätzlich auch eine gewisse Komplexität beinhalten. Das bedeutet, Sonderzeichen, Groß- und Kleinschreibung und Zahlen. Empfohlen wird von mir eine Länge von mindestens 30 Zeichen.

Möchte ein Benutzer ein Loop Device verwenden, kommt es selten zur folgenden Fehlermeldung.

sample:/# losetup /dev/loop0 /home/username/myfile
/dev/loop0: No such file or directory

Der Grund für diese Meldung liegt darin zugrunde, dass das Kernelmodule loop nicht geladen worden ist. Abhilfe schafft kurzerhand:

sample:/# modprobe loop

Nun funktionieren die Loop Devices, jedoch sind nach einem Reboot diese wieder verschwunden. Auch hier gibt es eine schnelle Abhilfe. Unter Debian/Ubuntu/Mint unter /etc/modules eintragen. (Zeile “modprobe loop” hinzufügen)

Angriffe auf eine Netzwerkinfrastruktur sind vielschichtig. Ist es möglich, dass Switche, die mehrere VLANs Betreiber robuster gegen Angriffe sind? Ja, aber es kommt drauf an.

Switche, die managebar sind, haben eine IP Adresse in einem LAN. Über diese IP loggt sich der Systemadmin ein und hat die Kontrolle über das Gerät. Natürlich gibt es an dieser Stelle auch Passwörter, die nicht jeden rein lassen, der anklopft. Doch manchmal bekommen Passwörter Beine. Gerade bei geplanten Angriffen ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass das eine oder andere Passwort bekannt geworden ist. Schließlich befindet sich dann der Angreifer schon erfolgreich im Netzwerk und hat zumindest einen Zugang längst gebrochen.

Daher ist es unbedingt erforderlich, aus Sicht der Netzwerksicherheit, dass das VLAN, womit das Switch administriert werden kann, in keinem Fall durch unberechtigte Benutzer erreichbar sein darf. Das sollte so bewerkstelligt werden, dass es separat gepatcht und in keinster Weise geroutet wird. Auch eine physikalische Verbindung zu Routern und der Außenwelt sollte vermieden werden.

Doch warum so ein Aufwand? Wenn eine Infrastruktur angegriffen wird, so spielt der Betreiber die Kontrolle seine Geräte dem Angreifer in die Hände, sollte er Zugriff auf die Konfigurationsschnittstellen der Netzwerkinfrastruktur bekommen. Je weniger es denkbar ist, dass die Konfigurationsschnittstellen durch einen Angreifer erreichbar sein könnten, je besser.

Ändert ein Angreifer erfolgreich die Kennwörter in einem Netzwerkgerät, so fällt die Kontrolle eines Segments in die Hände der Angreifer. Er kann dann tun und lassen, was er möchte, ohne dass dies vorerst verhindert werden kann. Da hilft nur Stecker ziehen, aber damit wird es bei einem selbst auch dunkel.

Mithilfe von Inter-VLAN-Routing kann ein Angreifer, durch die Änderungen der Config am Switch erreichen, dass er weitere Bereiche ansprechen kann, die vorher für ihn nicht zu sehen waren. Ist das Netzwerk kompromittiert, sind die Möglichkeiten einen Angreifer zu lokalisieren sehr begrenzt. Zugleich wird der Angriff erfolgreicher. Das Monitoring kann durch einen Angreifer erheblich gestört werden, sollte er auf Router und Switche Zugriff haben.

Das Verlagern der Konfigurationsschnittstellen in ein separates VLAN ist also eine gute Idee. Damit leisten VLAN fähige Switche mit einer sinnvollen Einstellung einen wichtigen Beitrag zur IT Sicherheit. Aus diesem Grund sollte an dieser Stelle nicht zu sehr gespart werden. Eine Schnittstelle, die nicht auf Layer 2 erreichbar ist, kann im LAN nicht gehackt werden.

Final muss gesagt werden, dass jedes Switch technisch gleich angreifbar ist. Also alle Layer 2 Angriffe funktionieren genauso auf einem managebaren Switch, wie auch auf einem völligen normalen Consumer-Switch. Für den Schutz des Netzwerkes und der Nodes müssen weitere Komponenten installiert werden. Das sind meist Security Appliances.

Löschen der Konfiguration PPPoE bei Cisco ASA

Der Benutzer kann bei einer Cisco ASA folgendes Kommando verwenden, um dem DHCP Server die Verwendung der WINS und DNS IP Adressen nahezubringen, die der Zugriffspunkt des ISP im Rahmen des PPP/IPCP Parameteraustausches übertragen hat.

mygateway(config)# dhcpd auto_config (client_ifx_name)

Überwachen und Testen eines PPPoE Clients

Um VPDN Gruppen in der Systemkonfiguration zu löschen, wird das clear configure vpdn group Kommando im global config mode verwendet.

mygateway(config)# clear configure vpdn group

Um alle VPDN Gruppen eines Benutzers zu löschen, wird das clear configure vpdn username Kommando verwendet.

mygateway(config)# clear configure vpdn username

Keiner der Befehle hat einen Einfluss auf die aktive PPPoE Verbindung.

Löschen der Konfiguration PPPoE bei Cisco ASA

Verwenden von PPPoE mit einer fixen IP Adresse

Um eine aktuell eingerichtete PPPoE Konfiguration anzuzeigen, kann folgendes Kommando verwendet werden.

mygateway# show ip address outside pppoe

Verwendet werden kann folgendes Kommando, um das Debugging des PPPoE Clients zu aktivieren:

mygateway# [no] debug pppoe event
mygateway# [no] debug pppoe error
mygateway# [no] debug pppoe packet

Folgende Bedeutung haben die Schlüsselwörter:

- event — Zeige die Ereignisse an, die vom Protokoll erzeugt worden sind.
- error — Zeigt Fehlermeldungen an, die bei der Verbindung aufgetreten sind.
- packet — Zeigt PPPoE Paketinfomrmationen an.

Der Benutzer kann folgendes Kommando verwenden, um sich den Status seiner PPPoE Verbindung anzuzeigen:

mygateway# show vpdn session (l2tp | pppoe) (id sess_id | packets | state | window)

Hier ein Beispiel, dass eine eine kurze Aufstellung der Informationen die dieses Kommando liefert zeigt.

mygateway# show vpdn

Tunnel id 0, 1 active sessions
time since change 13242 secs
Remote Internet Address 10.13.23.42
Local Internet Address 123.42.23.13
23 packets sent, 23 received, 2342 bytes sent, 0 received

Remote Internet Address is 10.13.23.42
Session state is SESSION_UP
Time since event change 64223 secs, interface outside
PPP interface id is 1
23 packets sent, 23 received, 2342 bytes sent, 0 received

mygateway#
mygateway# show vpdn session

PPPoE Session Information (Total tunnels=1 sessions=1)

Remote Internet Address is 10.13.23.42
Session state is SESSION_UP
Time since event change 64223 secs, interface outside
PPP interface id is 1
23 packets sent, 23 received, 2342 bytes sent, 0 received

mygateway#

mygateway# show vpdn tunnel

PPPoE Tunnel Information (Total tunnels=1 sessions=1)

Tunnel id 0, 1 active sessions
time since change 64223 secs
Remote Internet Address 10.13.23.42
Local Internet Address 123.42.23.13
23 packets sent, 23 received, 2342 bytes sent, 0 received

mygateway#

Löschen der Konfiguration PPPoE bei Cisco ASA

Aktivieren von PPPoE bei Cisco ASA

PPPoE kann auch so verwendet werden, dass der Benutzer eine feste IP Adresse einrichten kann, die verwendet werden soll. Dazu verwendet er das ip address Kommando in der Interfacekonfiguration:

mygateway(config-if)# ip address ipadresse netmask pppoe

Dieser Befehl bewegt die ASA dazu eine feste IP Adresse zu verwenden, statt sich mit dem PPPoE Server über eine Adresse zu einigen. Ersetze ipadresse mit der entsprechenden festzusetzenden IP Adresse, die verwendet werden soll und die netmask mit der dazugehörigen Netzwerkmaske.

Beispiel:

mygateway(config-if)# ip address outside 10.13.23.42 255.255.255.0 pppoe

Falls die Option setroute verwendet worden ist, welche erlaubt, einem Zugriffspunkt bereits eine Route zuzuweisen, bevor er eine PPPoE Verbindung aufgebaut hat, ist es nicht möglich eine statisch definierte Route in der Konfiguration zu haben.

Überwachen und Testen eines PPPoE Clients

Konfiguration eines PPPoE Client mit Benutzername und Passwort bei Cisco ASA

Normalerweise sind die PPPoE Clientfunktionen abgeschaltet. Um diese zu aktivieren, muss folgendes eingegeben werden.

Schritt 1: Aktivieren der PPPoE Funktionen bei Eingabe des folgenden Kommandos:

mygateway(config-if)# ip address pppoe (setroute)

Die Option setroute setzt die Default Route, wenn der PPPoE Client aktuell keine Verbindung aufgebaut hat. Auf diese Weise wird beim Verbindungsausbau die Route so gesetzt, dass beispielsweise ein Internetzugriff möglich ist. Ist diese Option gesetzt, so können keine statischen Routen auf dieser Konfiguration gesetzt werden.

PPPoE arbeitet nicht in Verbindung mit DHCP. Der Grund liegt darin, das bei PPP die IP Adresse durch PPP selbst bereitgestellt wird und nicht über einen DHCP Server. Daher ist es nicht möglich beide Funktionen gleichzeitg zu aktivieren. Das bezieht sich nur auf das PPPoE Interface. Die Option setroute erzeugt eine neue Default Route, sollte keine existieren. Der Default Router besitzt die IP Adresse des Zugriffspunktes des Concentrator. Die maximale MTU Size wird automatisch auf 1492 byte gesetzt, welche die erlaubte maximale Größe einer Kurzübertragung in einem Ethernet Frames ist. Das erneute Eingeben es letzten Befehls resettet die DHCP Lease und fordert zugleich eine neue an.

Hat der Benutzer zwei PPPoE Verbindungen eingerichtet, also ein Primäres und ein Backup Interface, so wird die Appliance nur den Traffic durch das erste Interface senden, das Zweite wird nicht verwendet, sollte nicht der Dual ISP Support aktiviert worden sein.

Beispiel:
mygateway(config)# interface fastethernet 0/0
mygateway(config-if)# ip address pppoe

Nächster Schritt: Spezifiziere eine VPDN Gruppe für den PPPoE Client in dem Konfigurationsmodus des Interfaces mit dem Kommando:

mygateway(config-if)# pppoe client vpdn group gruppen_name

gruppen_name ist die Bezeichnung der VPDN Gruppe.

Wurden mehrere VPDN Gruppen konfiguriert und keine davon wurde dem PPPoE Client direkt spezifiziert mit dem vpdn group Kommando, so wird die ASA zufällig eine VPDN Gruppe auswählen. Um das zu vermeiden, wähle eine VPDN Gruppe aus, die verwendet werden soll.

Verwenden von PPPoE mit einer fixen IP Adresse

Cisco ASA 5505 Bootup Ausgabe

Um einen Zugriffspunkt einer ISP mithilfe eines PPPoE Clients anwählen zu können, muss mit dem vpdn Kommando eine Verbindung eingerichtet werden. Um das vpdn Kommando nutzen zu können, muss zuerst eine VPDN Gruppe eingerichtet werden. Anschließend wird der individuelle Benutzer und das Passwort eingegeben innerhalb dieser Gruppe.

Um einen PPPoE Benutzer mit Passwort einzurichten, muss folgendes eingeben werden:

Schritt 1: Definiere eine VPDN Gruppe, welche für eine PPPoE Verbindung verwendet werden soll:

mygateway(config)# vpdn group gruppen_name request dialout pppoe

In diesem Kommando ersetze gruppen_name mit einer Bezeichnung deiner Breitbandanbindung für diese Gruppe, wie zum Beispiel “pppoe-tcom”

Schritt 2: Normalerweise benötigt der ISP Zugangsdaten, um eine Verbindung herstellen zu können. Der ISP unterstützt nicht immer alle Authentifizierungsprotokolle. CHAP ist eine gängige Einstellung. Eine Auswahl des Authentifizierungsverfahren wird folgendermaßen durchgeführt:

mygateway(config)# vpdn group gruppen_name ppp authentication chap
mygateway(config)# vpdn group gruppen_name ppp authentication mschap
mygateway(config)# vpdn group gruppen_name ppp authentication pap

Verwende eine der Einstellung, die der ISP haben möchte. Ersetze wieder hier gruppen_name mit der Bezeichnung, die oben gewählt worden ist. Die Abkürzungen bedeuten folgendes:

CHAP — Challenge Handshake Authentication Protocol
MS-CHAP — Microsoft Challenge Handshake Authentication Protocol
PAP — Password Authentication Protocol

Bei PAP wird das Passwort nicht verschlüsselt übertragen. Das Verfahren sollte, wenn es nicht nötig sein sollte, nicht verwendet werden.

Schritt 3: Füge zu der VPDN Gruppe, die vorher definiert wurde entsprechend den Benutzernamen hinzu. Der Benutzername wird vom ISP dem Kunden zugeliefert.

mygateway(config)# vpdn group gruppen_name localname benutzername

Ersetze gruppen_name mit der Bezeichnung von oben und natürlich benutzername mit dem Benutzernamen deines ISP Kontos.

Schritt 4: Erzeuge einen Benutzernamen und ein Passwort Paar für die PPPoE Verbindung indem du folgendes Kommando verwendest:

mygateway(config)# vpdn username Benutzername password Passwort [store-local]

Ersetze auch hier den benutzernamen mit dem Benutzernamen deines ISP Kontos und das dazugehörige Passwort.

Die Option store-local speichert den Benutzernamen und das Passwort in einem speziellen Bereich des NVRAM des Gerätes. Falls ein Update die Konfiguration des Systems löscht, so kann die Appliance die Zugangsdaten vom NVRAM lesen, um sich bei dem Concentrator anzumelden.

Erst jetzt ist es möglich PPPoE auf dem gerät überhaupt zu aktivieren.

Aktivieren von PPPoE bei Cisco ASA

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